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2012

SCHWEINE FÜR DIE KLEINE

SCHWEINE FÜR DIE KLEINE

21 × 29,7 cm | Bleistiftzeichnung

Unikat: signiert und datiert, im Archivierungspassepartout, ohne Rahmen

Hintergrund:

» Studie empfiehlt für Babys Fleisch – und schürt Angst. Experten empfahlen, Still-Babys Fleisch zuzufüttern. Die Ergebnisse sind umstritten und der Auftraggeber der Studie stößt sauer auf.

Es war eine Meldung, die frischgebackene Eltern in Angst und Sorge versetzte. "Stillkindern droht gefährlicher Eisenmangel", so warnten vor zwei Wochen die Universität Bonn und das Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in einer gemeinsamen Mitteilung. Durch den Text, der in vielen Zeitungen und Fachjournalen abgedruckt wurde, ziehen sich bedrohlich klingende Begriffe wie "erschöpfte Eisenspeicher" und "Eisenmangel-Anämie". Und es wird geraten, "nach dem vierten Monat oder allerspätestens nach einem halben Jahr" mit dem Zufüttern zu beginnen. Damit widerspricht diese Studie den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wonach Kinder ein halbes Jahr lang ausschließlich gestillt werden sollten.[…]

Kritiker des Dortmunder FKE beklagen immer wieder, das Institut sei von der Nahrungsmittelindustrie abhängig. Tatsächlich wird als Geldgeber der aktuellen Studie die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft genannt (CMA, "Fleisch ist ein Stück Lebenskraft"). Hipp und Nestlé lieferten die gepriesenen "fleischreichen Gläschen".

Nach Angaben der Firma Hipp werden mit fleischhaltigen Gläschen in Deutschland pro Jahr 94 Millionen Euro umgesetzt. Allein Hipp verarbeitet jährlich 2200 Tonnen Fleisch. Doch 2006 bekam der Fleischabsatz in Babygläschen einen Dämpfer, denn in Deutschland wurde eine EU-Richtlinie umgesetzt, die den Fleisch-Mindestanteil in Fleischgläschen von zwölf auf acht Prozent senkte. Daraufhin wurde das Dortmunder FKE aktiv und untersuchte, ob das nicht zu einem Eisenmangel führe. Das Ergebnis der Studie: negativ. Dennoch, so erfuhr WELT ONLINE aus Kreisen der Universität Bonn, wollte die FKE-Forscherin Mathilde Kersting diese Studie als Beleg für ihr Plädoyer heranziehen, man solle "möglichst fleischreiche Gläschen" beifüttern. « (Quelle: » welt.de | 23.07.2010)

 

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