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2013

KASTENSTAND

KASTENSTAND

29,7 × 42 cm | Bleistiftzeichnung

Hintergrund:

» Als Zuchtsauen werden in Deutschland überwiegend Tiere der Deutschen Landrasse (DL) eingesetzt, für welche die Merkmale große Länge, schnelles Wachstum, schwache weiße Behaarung und hohe Fruchtbarkeit charakterisierend sind. Knapp 39 % der Sauen leben in Zuchtbetrieben mit einer Bestandsgröße von 500 und mehr Zuchtsauen und dabei in Ställen, die mit Voll- oder Teilspaltenböden ausgelegt sind. Für Zuchtsauen gelten jeweils unterschiedliche Haltungsbestimmungen, abhängig davon, in welcher Phase der Zucht (Besamung, Trächtigkeit, Säugezeit) sie sich aktuell befinden:

Während der Besamungsphase (auch Bedeckung oder Belegung genannt) werden die Sauen künstlich geschwängert und meist einzeln in sogenannten Kastenständen gehalten – d. h. in einem durch Metallstangen an allen Seiten eingegrenzten Stand, der mit Maßen von 0,55–0,70 m Breite und 1,6–1,9 m Länge nur unwesentlich größer ist als der Körper der Sau selbst und der in der Regel nicht mit Einstreu ausgestattet ist. In dieser Haltungsform werden die Sauen zu fast völliger Bewegungsunfreiheit gezwungen: lediglich das Aufstehen, Niederlegen und das Ausstrecken von Kopf und Gliedmaßen sind hier möglich, wobei die Tiere jedoch nicht einmal Platz haben, sich umzudrehen, geschweige denn zu gehen (nur ein bis zwei Schritte vor und zurück sind möglich). Zusätzlich wird diesen sozialen Tieren der natürliche Umgang zu Artgenossen fast vollständig verwehrt: Durch die metallene Absperrung hindurch können allenfalls Sicht- und ansatzweise Haut- und Geruchskontakt mit den benachbarten Artgenossen stattfinden. Verhaltensstörungen wie Leerkauen und »Trauern« (Sitzen auf den Hinterläufen mit hängendem Kopf) sind die Folge. « (Quelle: » albert-schweitzer-stiftung.de)

 

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