PAULCHEN
Mein erstes »Baby« aus Beton. »Geboren« 2014 in Rösrath, im Rahmen eines Betonskulpturen-Workshops unter der Anleitung von Bildhauer Frank O. Sulzer.



Schon länger trug ich den Wunsch in mir, plastisch zu arbeiten und meine eigene Technik zu finden. Das Thema Mensch–Tier–Befreiung war für mich weiterhin zentral, aber mich ausschließlich grafisch damit auseinanderzusetzen, fühlte sich auf Dauer nicht mehr richtig an.
Vor klassischen Bildhauer*innen, die Stein oder Holz abtragen, habe ich riesigen Respekt. Ich hingegen hätte ständig Angst, versehentlich zu viel wegzuklopfen – unwiderruflich. Das aufbauende Modellieren, das Arbeiten mit den Händen, das „Matschen“ – das war eher meins.
Nur leider ist Ton als Material für draußen denkbar ungeeignet: Er müsste gebrannt, glasiert oder abgeformt und gegossen werden. Alles viel zu aufwendig und zeitraubend.
So stieß ich schließlich auf die Beton-Workshops und den Moertelshop von Sven Backstein. Ich verschlang seine „Kunst aus Beton“-Bibel, begann zu experimentieren – und verliebte mich nach und nach in die unaufgeregte, ehrliche Stärke dieses Werkstoffs.


